Julie goes Vienna

Meine ersten Eindrücke und Erlebnisse in der Weltstadt.

Na, das fängt ja schon super an. Weil dieser damische Corona noch immer die Leut sekkiert, muss ich mit der Kirche ums Kreuz fahren, um dort anzukommen, wo ich künftig die Welt auf den Kopf stellen werde. Wegen läppischer 300 Kilometer darf ich zweimal umsteigen, und bin von Haus zu Haus den ganzen Tag auf Achse, bevor ich endlich bei den zwei Wearner Bazis in einem sehr gemütlichen Zuhause – das seh ich schon auf den ersten müden Blick – einchecken kann. Dafür hab ich auf dieser kurzen „Langstrecke“ aber lässige Typen – auf zwei und vier Beinen – kennengelernt.

Eigentlich hätt mich ja mein Frauerl aus Wien von dort, wo ich das Licht der Welt erblickte – aus dem bayerischen Schönberg – abholen wollen, aber wegen dem depperten Virus wär’s fast gar nichts geworden, mit der Übersiedlung an die schöne blaue Donau. Kein Rein und kein Raus, alle bleiben grad zu Haus, dabei ist Bayern ja fast eh in Österreich oder umgekehrt. Aber mein Frauerl ist eine schlaue und zeigt dem doofen Corona die lange Nase.  Sie hat nämlich einen Weg gefunden, der mich von Schönberg über den Flughafen München nach Salzburg und von dort an meine final Destination – nach Wien – bringt. Ganz schön abenteuerlich, aber als Dackel mag ich Abenteuer – ist quasi meine Hauptbeschäftigung – und find’s megacool, diesen blöden Corona links zu überholen.

Eingepackt in einen dicken handgestrickten Pullover für kleine Dackel – es ist arschkalt, außerdem bin ich noch klein und ziemlich aufgeregt – startet am 02. Jänner 2021, am frühen Vormittag, die Operation „Julie goes Vienna“. Mein Leihpapa bringt mich zum Münchener Flughafen, wo mich ein sehr freundliches Gesicht in seine warme und gemütliche Limousine packt und nach Salzburg chauffiert. Wo ich bereits von zwei superfeschen Vierbeinern – also wenn ich schon ein bisserl größer wäre …. – und einem wuscheligen Katzen-Etwas, das sogleich beginnt, mein mitgebrachtes Catering zu schnabulieren, sowie von vier wie Hutschpferde grinsende Zweibeiner empfangen werde. Scheinbar freut sich diese lustige Runde so, weil ICH da bin, und als mich dann sogleich zwei weiche, warme Hände sanft aus meiner Reisebox nehmen und mich liebevoll umarmen, weiß ich: Ich bin angekommen, da möchte ich nimmer mehr weg.

Ich wünsch mir, dass mich diese zwei warmen, weichen Hände nicht loslassen, lass aber dann doch mit mir reden. Denn für die letzte Etappe nach Wien reise ich in der kuscheligen Business-Class Variante und bin mir sicher: Ich bin im siebten Dackelhimmel gelandet und das Wiener Abenteuer kann beginnen …

Griaß di und baba – ich bin bald wieder da!
wuff-wuff

Eure Julie

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